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Keramikimplantate aus Zirkondioxid

Keramik von der Implantatspitze bis zur Schneidekante

Die aktuelle Generation von Keramikimplantaten wird seit mehr als 10 Jahren in der Zahnmedizin verwendet, zehntausende wurden gesetzt. Die positiven Erfahrungen im klinischen Alltag bezüglich der Osseointegration sind durch Studien bestätigt. Durch mannigfaltige Designs und eine ausdifferenzierte Entwicklung der Implantatoberfläche (geätzt, gelasert und/oder gestrahlt) sind Keramikimplantate in der gesamten Indikationsbreite der zahnärztlichen Implantologie einsetzbar.

Die unterschiedliche Gestaltung der Implantatkörper ermöglicht eine Versorgung in allen Knochenklassen. Das metallfreie, keramische Material hat ein sehr gutes Weichgewebsverhalten und eine geringe Plaqueaffinität. Es verfügt über eine hohe Biege- und Bruchfestigkeit, zeichnet sich durch fehlende Wärme und Stromleitfähigkeit aus und verhält sich im Knochen chemisch neutral. Für metallsensible Patienten bedeuten die keramischen Bohrersets eine Vervollständigung der Biokompatibilität, die den Systemen zugesprochenen wird.

 

Werkstoff Zirkondioxid
Zirkondioxidimplantate bestehen aus partiell durch Yttriumoxid stabilisiertem, tetragonalem Zirkondioxid. Das verwendete Material besitzt eine Granularität von 0,2 μm und wird ausgehend vom Pulver mithilfe eines Bindemittels isostatisch kaltverdichtet. Um bei der Sinterung entstehende Porositäten zu verringern, wird es einer isostatischen Hochdruckbehandlung zur Verdichtung und zur Erhöhung der Belastbarkeit unterworfen, dem sogenannten HIPpen (Hot Isostatic Pressing). Die strukturelle Stabilität bleibt bis zu einer Temperatur von 2000°C erhalten. Der Anteil von Yttriumoxid liegt bei 5,2%, der von Aluminiumoxid bei 0,25%. Die exakte Zusammensetzung kann dabei variieren. Biologische Invitro- und Invivo-Tests, unter anderem zu Alterungsszenarien und Oberflächenbearbeitung zeigen, dass das Material vollständig biokompatibel und für Langzeitversorgungen geeignet ist. Untersuchungen zu hydro-thermalen Einflüssen zeigen einen Festigkeitsabfall des Implantatmaterials von bis zu 20%, ausgehend von einer mittleren Festigkeit des Ausgangsmaterials von 1500 MPa. Die maximalen Kaublastungen liegen bei 200 Mpa.
(Aus „Komplementäre zahnärztliche Implantologie“ von Christoph Arlom. 2008)

Planung

Voraussetzung für eine Implantation ist ein entzündungsfreier Kieferknochen und ein intaktes Immunsystem. Neben der visuellen und palpatorischen interoralen Inspektion bieten sich für die bildgebende Planung ein Übersichtsröntgenaufnahme (OPG) und/oder eine digitale Volumentomografie (DVT) an. Ein DVT ermöglicht im Vorfeld die Analyse der individuellen Knochensituation und die exakte Bestimmung der Implantatposition. Ein DVT Datensatz kann in einem Besprechungstermin in unserer Praxis angefertigt werden. Auf Basis von Zahnmodellen und/oder DVT-Daten kann eine Bohrschablone und bei Bedarf auch im Vorfeld der Implantation ein Provisorium für die Zeit der Einheilung gefertigt werden. Ist ein zu geringes Knochenangebot in der Implantationsregion vorhanden, kann ein Knochenaufbau in Erwägung gezogen werden. Alternativ bietet sich die Möglichkeit, eine konventionelle prothetische Versorgung in Betracht zu ziehen.

 

Ein- oder zweiteilig?
Aus den individuellen Gegebenheiten und Lebensgewohnheiten ergibt sich in der Planungsphase die Auswahl des Keramik-Implantatsystems: ein- oder zweiteilig. Bei zweiteiligen Systemen werden die Aufbauten des Implantats nach der Einheilung geschraubt oder geklebt.

Testung

Auch Zirkondioxid-Keramik ist ein körperfremdes Material. Haben Sie vor einer Implantation den Wunsch, das Material individuell zu testen, stellen wir Ihnen Materialproben zur Verfügung. Möglich sind ein Lymphozytentransformationstest (LTT) sowie regulations- und meridianspezifische Screenings, ggf. nicht nur als Materialtest, sondern auch hinsichtlich einer möglichen, vom Implantatareal ausgehenden Focalbelastung.

 

Anmerkung
Sind beispielsweise im Frontzahnbereich an wurzelkanalbehandelten Zähnen im Laufe der Jahre eine oder mehrere Wurzelspitzenresektionen (chirurgische Kappung der Wurzelspitze und Entfernung der chronischen Entzündung) durchgeführt worden, kann dies zur Folge haben, dass in diesem Bereich durch entsprechenden Knochenverlust oder mangelhafte Knochenheilung im Wurzelbereich keine Implantation ohne Knochenaufbau und/oder chirurgische Revision möglich ist. Stehen Sie vor der Entscheidung "Wurzelspitzenresektion oder Extraktion" und planen zu einem späteren Zeitpunkt eine Implantation, ist es für den Erhalt der Knochensubstanz zielführender, zu Extrahieren und auf eine Wurzelspitzenresektionen zu verzichten.

Begleitbehandlung, prothetische Versorgung

Die Begleitbehandlung kann mit pflanzlicher und/oder chemischer Antibiose erfolgen und ergänzt werden durch Orthomolekularia, Homöopathica und komplementäre Infiltrationen mit einem Neuraltherapeutikum, pH-regulierenden Potenzakkord, einer lymphatischen Stimulation und einer isopathischen „Antibiose“.

Während der 2–6monatigen Einheilzeit bis zur prothetischen Versorgung (Kronen, Brücken, Kombinationsprothesen) kann eine komplementäre Medikation unterstützend wirken.

Willkommen

Seit meiner curriculären Ausbildung  "Orale Implantologie" (1998) erweitere ich mein Wissen zum Thema Keramik-Implantologie kontinuierlich.

Seit 2005 habe ich mehr als eintausend Keramikimplantate unterschiedlicher Hersteller gesetzt.  Die daraus resultierenden Erfahrungen gebe ich als Referent weiter.

Christoph Arlom (Vita)

Kontakt

Praxis für Integrative Zahnheilkunde

Christoph Arlom
Calvinstrasse 23
10557 Berlin

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Telefon: 030.3912228
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